Krebsrisiko bei Feuerwehrleuten ernstnehmen und bessere Einsatzkleidung anschaffen

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Krebsrisiko bei Feuerwehrleuten ernstnehmen und bessere Einsatzkleidung anschaffen Kristina Vogt - linksfraktion-bremen.de - DiG - Plus
(BPP) Mehrere internationale Studien legen nahe, dass das Krebsrisiko bei Feuerwehrleuten schon nach wenigen Dienstjahren erheblich steigt. Grund sind die giftigen Rauchgaspartikel, die auch nach dem Einsatz noch gefährlich sind, wenn sie durch die Kleidung auf die Haut gelangen. Der Personalrat der Berufsfeuerwehr und der Feuerwehrverband fordern schon seit Jahren die Anschaffung mehrschichtiger Einsatzkleidung, die vor solchen Partikeln besser schützt. Die Linksfraktion hat zu diesem Thema eine Frage an den Senat gerichtet. Kristina Vogt, Vorsitzende der Fraktion DIE LINKE: „Der Innensenator muss sofort die benötigten Mittel für neue mehrschichtige Hosen bereitstellen, denn mit der Gesundheit der Belegschaft und den ehrenamtlichen Feuerwehrleuten darf nicht gespielt werden. Die Ausrüstung der Berufsfeuerwehr und den Freiwilligen muss dem Stand der Technik entsprechen. In Hamburg und Niedersachsen wurde bereits entsprechende Einsatzkleidung als neuer Standard eingeführt. Bremen muss hier nachziehen. Die Tätigkeit im Brandschutz ist von sich aus bereits risikoreich, deshalb muss veraltete Ausrüstung umgehend aussortiert werden.“

DIE LINKE fordert darüber hinaus die Einführung eines Krebsregisters und die Verbesserung beim betrieblichen Gesundheitsmanagement bei der Berufsfeuerwehr:  „Ein Krebsregister ist sinnvoll, damit belastbare Daten erhoben und Ansprüche der Feuerwehrleute wegen Berufserkrankungen durchgesetzt werden können. Es ist auch zu prüfen, ob das Abspülen und Wechseln der Einsatzkleidung während oder nach einem Löscheinsatz praktikabel ist und die Gesundheitsprävention verbessern kann.“

Quelle: Fraktion DIE LINKE. in der Bremischen Bürgerschaft

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