Ärztemangel entgegenwirken: Zusätzliche Medizin-Vollstudienplätze schaffen Sicherheit für Studierende

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Ärztemangel entgegenwirken: Zusätzliche Medizin-Vollstudienplätze schaffen Sicherheit für Studierende Daniel May - gruene-hessen.de
(BPP) Die GRÜNEN im Landtag sehen die heutige Ankündigung von Wissenschaftsminister Boris Rhein, zusätzliche Medizin-Vollstudienplätze an der Universität Marburg einzurichten, als wichtigen Schritt mehr Ärztinnen und Ärzte auszubilden. „Zusätzliche Studienplätze sind dringend erforderlich, um dem Ärztemangel insbesondere im ländlichen Raum entgegenzuwirken. Dass es nun gelungen ist, durch die Umwandlung von Teilstudienplätzen hin zu Vollstudienplätzen zusätzliche Ausbildungsmöglichkeiten für Ärztinnen und Ärzte zu schaffen, ist eine großartige Nachricht für ganz Hessen“, betont Daniel May, hochschulpolitischer Sprecher der Fraktion BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN. „Im kommenden Wintersemester stehen bereits 40 zusätzliche klinische Plätze in Marburg zur Verfügung. Zum Sommer nächsten Jahres sollen es schon 80 sein, sodass zum Jahreswechsel 2020/21 insgesamt 185 klinische Studienplätze hinzu gekommen sind.“ Die GRÜNEN hatten in dieser Wahlperiode bereits in einem Positionspapier zum Medizinstudium den Ausbau der Kapazitäten im Bereich Medizin gefordert (https://gruenlink.de/1iri [1]) und setzen sich in ihrem Wahlprogramm für den Aufbau weiterer Studienplätze ein.

„Teilstudienplätze in der Medizin bedeuten, dass Studierende nach dem Physikum exmatrikuliert werden und sich für das klinische Semester neu um einen Studienplatz bewerben müssen. Das klappt leider nicht immer und bringt die jungen und motivierten Studierenden in eine unglückliche Situation“, erklärt May. „Mit der Umwandlung von Teilzeit- in Vollstudienplätze haben junge Ärztinnen und Ärzte mehr Sicherheit und Erfolgschancen, ihr Studium schnell und ohne Unterbrechungen abzuschließen.“

Die Kooperation der Universität Marburg, der Hochschule Fulda und dem Klinikum Fulda lobte May: „Diese Kooperation ist eine willkommene Fortentwicklung, die unser Land weiter stärken wird. Wir hoffen auch, dass sich dadurch mehr junge Ärztinnen und Ärzte im ländlichen Raum um Fulda ansiedeln. Wir müssen zeitnah prüfen, ob man ein vergleichbares System mit zusätzlichen Studienplätzen auch in Kassel oder anderen hessischen Städten etablieren kann.“

„Anreize wie beispielsweise das ‘Landarzt-Stipendium’, das junge Ärztinnen und Ärzte dazu bewegen soll, auf dem Land zu arbeiten, sind zwar sinnvolle Ergänzungen. Trotzdem müssen wir die Ausbildungskapazitäten in der Medizin weiter ausbauen, um den Ärztemangel zu bekämpfen. Die drei medizinischen Fakultäten in Hessen haben schon in den vergangenen Jahren überdurchschnittlich viel ausgebildet. Dass wir hier noch mal aufstocken, sollte für andere Länder ein Beispiel sein, auch ihrer Verantwortung nachzukommen.“

Quelle: Fraktion BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN im Hessischen Landtag

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