Marc Reinhardt: Wir brauchen an Schulen mehr als bisher eine Kultur des Hinschauens

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Marc Reinhardt: Wir brauchen an Schulen mehr als bisher eine Kultur des Hinschauens Marc Reinhardt - landtag-mv.de - CDU-Fraktion
(BPP) Der Landtag von Mecklenburg-Vorpommern hat heute auf Initiative der CDU-Fraktion beschlossen, dass die Landesregierung eine eigene Anti-Mobbing-Strategie für Schulen entwickeln soll. Hierzu erklärt der Bildungspolitische Sprecher der CDU-Fraktion, Marc Reinhardt:
 
„Schulen sind keine Gesellschaftsreparaturbetriebe, wir dürfen die Schulen aber auch nicht allein lassen mit dem Thema Mobbing. Deswegen hat meine Fraktion heute eine Anti-Mobbing-Strategie gefordert. Die entsprechenden Verordnungen werden angepasst und zu einer ganzheitlichen Anti-Mobbing-Strategie zusammengeführt. Zudem wird geprüft, ob die Einführung eines verbindlichen Projekttages ein sinnvoller Weg ist, um das Thema in der Öffentlichkeit zu verankern. Mobbing findet nach wie vor in großem Umfang im schulischen Umfeld statt. Mobbing hat es schon immer gegeben, neu ist, dass es für viele Kinder keinen sicheren Hafen mehr gibt. Durch die sozialen Netzwerke kann Mobbing das gesamte Leben durchdringen.
 
Mobbing erfolgt dabei nicht nur psychisch, sondern nach wie vor auch physisch. Die Geschehnisse in Crivitz waren nicht Anlass für den Antrag meiner Fraktion. Sie zeigen aber, dass Mobbing an Schulen auch in Mecklenburg-Vorpommern ein Thema ist. Wir brauchen an Schulen und in der Gesellschaft insgesamt viel stärker als bisher eine Kultur des Hinschauens: Die Lösung eines Problems beginnt mit dessen Wahrnehmung. In Crivitz hat es anscheinend ein Ritual gegeben, das an die Erziehungsmethoden in der NVA erinnert: Jüngere Schüler wurden von älteren Schülern schikaniert und gedemütigt, später wurden die Opfer dann selbst zu Tätern, das Ritual wurde anscheinend tradiert. So etwas darf sich nicht wiederholen.“
 
Quelle: CDU-Fraktion im Landtag von Mecklenburg-Vorpommern

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