PIRATEN unterstützen Aktion zum Fukushima Jahrestag in Trier

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(BPP) Am 11. März 2013 jährt sich die Atomkatastrophe von Fukushima zum zweiten Mal. Anlässlich des Gedenktages ruft die Piratenpartei Trier/Trier-Saarburg zusammen mit einem breiten Bündnis von Unterstützern aus Politik und Gesellschaft zur Teilnahme an der vom Anti-Atom-Netz Trier organisierten Kundgebung am Montag um 18 Uhr auf dem Kornmarkt in Trier auf. Anschließend ist ein Demonstrationszug durch die Innenstadt vorgesehen.

Mit dem Unglück kam die dritte Wende in der deutschen Atompolitik. Ersten Stimmen, die nun auf Laufzeitverlängerungen für Atommeiler plädieren, widerspricht die Piratenpartei Trier/Trier-Saarburg energisch.

»Es ist unbedingt notwendig, bei der Energiewende nicht die Handbremse anzuziehen. Richtig ist, die Bürger müssen entlastet werden. Das darf aber ganz klar nicht zulasten der Energiewende gehen!«, bekräftigt Andreas „Yoga” Brühl, Direktkandidat der Piratenpartei im Wahlkreis Trier. Er ergänzt: »Auch aus der Atomkraft kann man schneller als geplant aussteigen. Wir haben genügend Reserven, um alle Atommeiler innerhalb nur weniger Jahre abzustellen. Im vergangenen Jahr hat Deutschland 23 Milliarden Kilowattstunden Stromüberschuss exportiert, das entspricht der Jahresleistung von zwei großen AKWs, Tendenz steigend. Durch gezielte Förderung könnten die noch laufenden neun, teilweise kleineren Kraftwerke sehr schnell überflüssig werden.«

Schon jetzt wird in Deutschland weit mehr Strom produziert als im Land verbraucht wird. Die Energiewende könnte schneller als geplant vollzogen werden, wenn sie nicht von Politik und Energie-Wirtschaft durch künstliche Maßnahmen verzögert würde. Dies ist besonders wichtig vor dem Hintergrund der Gefahren, die durch den Betrieb von Atomkraftwerken entstehen. Das Unglück in Fukushima ist ein mahnendes Beispiel, wie schnell es auch zu einer äußerst unwahrscheinlichen Katastrophe kommen kann.

Der Fukushima-Gedenktag soll an diese Gefahren und die noch lange sicht- und spürbaren Folgen des Unglücks erinnern. »Wir begrüßen und unterstützen die Aktion des Anti-Atom-Netzes in Trier, um die Bevölkerung auf die Risiken der Energiegewinnung durch Atomspaltung hinzuweisen.«, ruft Brühl zur Teilnahme am Protest am 11. März in Trier auf. Weiter kritisiert er die mangelnde Transparenz im Katastrophenschutz: »Außerdem fordern wir zusammen mit dem Bündnis die sofortige Stilllegung des störanfälligen, 26 Jahre alten Atomkraftwerks in Cattenom. Insbesondere, da die diesbezüglichen Katastrophenschutzpläne von der Verwaltung geheim gehalten werden. Die in Trier-Saarburg verteilte, mangelhafte Broschüre der ADD wiegt die Bevölkerung in trügerischer Sicherheit. Die Bürger haben ein Recht darauf zu erfahren, wie die Behörden im Falle einer Katastrophe wirklich vorgehen werden und welche konkreten Möglichkeiten und Chancen den Bürgern dann über haupt noch bleiben.«

Pressekontakt:
Thomas Heinen, 1. Vorsitzender KV Trier/Trier-Saarburg, Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!
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