Zukunft des Bismarck-Museums Schönhausen gesichert / Skulpturen kehren in Park zurück

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Zukunft des Bismarck-Museums Schönhausen gesichert / Skulpturen kehren in Park zurück Reiner Haseloff - sachsen-anhalt.de - Staatskanzlei
(BPP) Ministerpräsident Dr. Reiner Haseloff und Clemens von Oswald, Vertreter der Erbengemeinschaft nach Otto von Bismarck, haben heute in Schönhausen die Verträge über den abschließenden Ankauf der Bestände des Bismarck-Museums durch das Land unterzeichnet. Diese werden dem Museum als Dauerleihgabe überlassen. Zugleich kehren sieben restaurierte barocke Skulpturen an ihren angestammten Platz im Schlosspark zurück. Diese kauft das Land für die Gemeinde an. „Wichtig für unser Geschichtsverständnis sind Museen wie das Bismarck-Museum in Schönhausen. Ich bin deshalb sehr dankbar, dass wir - das Land Sachsen-Anhalt, die Bismarck-Stiftung, die Gemeinde Schönhausen und natürlich die Erbengemeinschaft nach Otto von Bismarck - gemeinsam einen Weg gefunden haben, der den Bestand des Museum sichert und die berechtigten Interessen aller Beteiligten berücksichtigt. Wir bewahren so eine kulturhistorisch einmalige Sammlung an ihrem authentischen Ort“, betonte Haseloff anlässlich der Vertragsunterzeichnung.

Für die Erbengemeinschaft erklärte Clemens von Oswald: „Wir freuen uns, dass die Landesregierung unter Mitwirkung weiterer Beteiligter das Andenken an unseren Urgroßvater in seinem Geburtsort lebendig hält. Unser Dank gilt allen Beteiligten, die die Gütliche Einigung in die Wege geleitet bzw. unterstützt haben.“

Insgesamt hat das Land 94 Objekte von der Erbengemeinschaft angekauft. Dazu zählen die barocken Skulpturen im Park sowie die dort befindlichen historischen Kanonen ebenso wie die Ausstellungsstücke des Museums. Dieses besitzt nicht nur Gemälde und Skulpturen aus dem Besitz Otto von Bismarcks, sondern auch Alltagsgegenstände und Geschenke, die dieser erhalten hat; von der Uniformjacke über Tabaksbeutel, Pfeifenköpfe und Bierkrüge bis zu Glückwunschschreiben.

Hintergrund
Der Ankauf durch das Land ist notwendig geworden, nachdem die beweglichen Güter nach §5 des Ausgleichsleistungsgesetzes des Bundes von 1994 der Erbengemeinschaft im Jahr 2014 übertragen wurden. Diese war wie das Land und die Gemeinde daran interessiert, die Sammlung in Schönhausen zu belassen. Mit dem Ankauf durch das Land wird dies ermöglicht. Die Objekte im Park werden der Gemeinde zur Nutzung überlassen. Die Ausstellungstücke im Museum werden der Bismarck-Stiftung vom Land als Dauerleihgabe zur Verfügung gestellt. Die Stiftung ist mit der musealen und wissenschaftlichen Betreuung des Museums betraut. Einen entsprechenden Beschluss hatte der Bundestag 2016 auf Vorschlag des Ministerpräsidenten gefasst. Die Otto-von-Bismarck-Stiftung wurde 1997 als eine von fünf Politikergedenkstiftungen des Bundes errichtet.

Das Bismarck-Museum wurde 1998 in Schönhausen eröffnet. Bereits von 1891 bis 1948 hatte dort ein Museum bestanden, welches an das Wirken des ersten deutschen Reichskanzlers Otto von Bismarck erinnerte. Dieser wurde am 1. April 1815 in Schönhausen geboren.

Quelle: stk.sachsen-anhalt.de

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