Zur Arbeitgeberkritik am Mindestlohn / Steppuhn: „Mindestlohn wirkt positiv – Negativmeldungen sind falsch“

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Zur Arbeitgeberkritik am Mindestlohn / Steppuhn: „Mindestlohn wirkt positiv – Negativmeldungen sind falsch“ Andreas Steppuhn - spd-lsa.de
(BPP) Zu den jüngsten Aussagen durch den Vorsitzenden des Allgemeinen Arbeitgeberverbandes der Wirtschaft für Sachsen-Anhalt, Klaus-Dieter Weber, zum Mindestlohn erklärt der stellvertretende Vorsitzende und arbeitsmarktpolitische Sprecher der SPD-Landtagsfraktion, Andreas Steppuhn: „Die negative Bewertung des gesetzlichen Mindestlohnes ist absolut nicht nachvollziehbar. Alle Argumente, die gegen den Mindestlohn ins Feld geführt werden, sind mittlerweile durch die Fakten widerlegt. Die Wirtschaft floriert, die Arbeitslosenquote sinkt stetig, die Anzahl der sozialversicherungspflichtigen Beschäftigen steigt – viele gute Belege dafür, dass der Mindestlohn positiv wirkt. Selbst marktradikale Wirtschaftswissenschaftler wie Werner Sinn haben es aufgegeben den Mindestlohn zu kritisieren.

Warum der Spitzenvertreter des Allgemeinen Arbeitgeberverbandes jetzt noch die Schlachten von gestern schlägt und falsche Argumente von vorgestern gebraucht, ist nicht nachvollziehbar und lenkt von den wahren Problemen in der Wirtschaft ab. Statt den Mindestlohn erneut anzugreifen, sollten sich die Wirtschaftsverbände um die Herausforderungen bei Fachkräftesicherung kümmern.

Industrie und Handwerk haben den Mindestlohn gut akzeptiert und angenommen. Kaum ein Unternehmen beschwert sich noch über den Mindestlohn. Und viele Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer profitieren davon. Durchschnittslöhne sind gestiegen und damit auch die Kaufkraft. Die Anzahl der Hartz-IV-Aufstocker ist deutlich zurück gegangen, und die Kommunen wurden dadurch deutlich entlastet. Auch die Sozialkassen verspüren deutliche Mehreinnahmen, was perspektivisch zu niedrigeren Lohnnebenkosten führt.

Alles gut – der Mindestlohn wirkt positiv. Daran wird auch ein Arbeitgeberverband, der damit wirbt, gegen Tarifträge zu sein, nichts mehr ändern.“

Quelle: SPD-Landtagsfraktion Sachsen-Anhalt

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