Falken: Oberschule der FDP ist Etikettenschwindel – stattdessen lieber die inklusive Schule in Sachsen verwirklichen

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(BPP) Zum Koalitionsstreit um die Einführung der „Oberschule“ in Sachsen erklärt die bildungspolitische Sprecherin der Fraktion DIE LINKE im Sächsischen Landtag, Cornelia Falken:

DIE LINKE verfolgt den Koalitionskrach wegen der sogenannten Oberschule mit einigem Amüsement. Es handelt sich bei dem Vorhaben der FDP schließlich um einen Etikettenschwindel. Denn mit der Oberschule sind keine qualitativen Verbesserungen gegenüber der bisherigen Mittelschule verbunden. Dafür wäre eine entsprechende finanzielle und personelle Ausstattung erforderlich, die aber die Koalition nicht aufbringen kann bzw. will.

55 Stellen, wie von der Kultusministerin in Aussicht gestellt, reichen bei weitem nicht aus und sind angesichts der angespannten personellen Situation an den Schulen und Klassenstärken von 28 Schülerinnen und Schülern schon in der Grundschule unverantwortlich.

Wie angespannt die Situation ist, zeigt sich z.B. daran, dass die Kultusministerin so eben mal die Integrationsverordnung außer Kraft setzt, weil ihr die Lehrkräfte für die inklusive Schule fehlen. Dabei haben Eltern laut UN-Konvention ein Recht auf inklusiven Unterricht für ihre behinderten Kinder. Es gibt wahrlich wichtigere Vorhaben als die Oberschulversion der FDP: Die inklusive Schule zum Beispiel.

Marcel Braumann
Pressesprecher
Fraktion DIE LINKE im Sächsischen Landtag
Bernhard-von-Lindenau-Platz 1
01067 Dresden
Tel.: (0351) 493 5823
Fax: (0351) 496 0384
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