Krankenhaus in Wuhan: China baut Klinik in zehn Tagen

Krankenhaus Bau

Die Quarantäne in Wuhan, jener chinesischen Metropole, in der das Coronavirus „2019-nCoV“ seinen Anfang genommen hatte, hat die Stadt derzeit quasi vom Rest der Welt abgeschnitten. Der öffentliche Verkehr in und um Wuhan liegt komplett darnieder. Und auch darüber hinaus mehren sich die Isolationsmaßnahmen. So haben die Casinos in Macau geschlossen, um nicht noch mehr internationalen Besucherzufluss zu ermuntern.

Auch außerhalb Chinas haben einige Nationen zu Isolationsmaßnahmen gegriffen. Die russische Eisenbahn hat sämtliche Verbindungen nach China im Moment eingestellt. Und auch der Luftverkehr von den USA nach China ist derzeit stark eingeschränkt, was mindestens bis Ende März so bleiben soll.

Klinik eigens für das Coronavirus aus dem Boden gestampft

Eingedenk des langen Arms der kommunistischen Partei Chinas, der bis tief in alle gesellschaftlichen Bereiche zu greifen vermag, sind die Umsetzungen radikaler Maßnahmen entsprechend erleichtert. So konnte man auch, ähnlich wie schon 2003 im Falle des SARS Virus, das Baugewerbe mobilisieren und binnen einiger Tage ein Krankenhaus aus dem Boden stampfen, das speziell dem Kampf gegen das Coronavirus dienen soll.

So eröffnete, nur zehn Tage nachdem die Arbeiten daran in Angriff genommen worden waren, das Krankenhaus in Wuhan names „Huoshenshan“. Es umfasst angeblich 1.000 Betten und ist so konzipiert, dass dort Isolations- und Quarantänemaßnahmen vollzogen werden können. So soll der Austausch von Medikamente und Proben zwischen Personal und Patienten unter Zuhilfenahme von Robotern erfolgen, um den Kontakt zwischen diesen beiden Personengruppen auf ein Minimum zu beschränken. Ferner sollen Ärzte via Videostream mit den Patienten kommunizieren können. Ein zweites Krankenhaus, mit 1.500 Betten, soll auch noch diese Woche fertiggestellt werden.

Auch wenn das politische Monopol und dessen propagandistische sowie pragmatische Durchdringung der Gesellschaft, wie sie in China quasi unverhohlen vorliegt, mit westlichen Maßstäben nur schwer zu vereinen ist. In diesem Falle könnte sich der harte Griff der chinesischen Führung noch als Segen erweisen. Denn eines ist sicher: Es gibt nicht viele Länder auf dieser Welt, welche die Gegenmaßnahmen derart konsequent und rasch hätten umsetzen können, wie das Reich der Mitte.