Generationen-Wohnen bietet Lebensqualität bis ins hohe Alter

Generationen-Wohnen bietet Lebensqualität bis ins hohe Alter Sabine Bätzing Lichtenthäler - msagd.rlp.de
(BPP) „Es ist eine fortwährende Aufgabe, unsere Dörfer und Quartiere so zu gestalten, dass dort Jung und Alt, Familien und Alleinstehende, aktive und unterstützungsbedürftige Menschen gleichermaßen gut und bis ins hohe Alter leben können. Neue Wohnmodelle tragen dazu bei, da sie Menschen zusammen bringen, die Gemeinschaft stärken und die Verzahnung nachbarschaftlicher und professioneller Unterstützung erleichtern“, sagte Sozialministerin Sabine Bätzing-Lichtenthäler zum Auftakt des Fachtages „Generationen-Wohnen – Erfolgreiche Konzepte für das Wohnquartier für Alle“ heute in Mainz. In Rheinland-Pfalz und darüber hinaus gebe es viele funktionierende Vorbilder für solche generationenübergreifenden, barrierefreien Wohn- und Quartierskonzepte, die auf dem Fachtag vorgestellt wurden und zur Nachahmung anregen.

Die Fachveranstaltung des Sozialministeriums und der Landeszentrale für Gesundheitsförderung in Rheinland-Pfalz e.V. (LZG) richtete sich an alle Akteure, die sich beim Aufbau von neuen Wohnformen einbringen wollen. „Mein Wunsch ist es, dass mehr neue generationenübergreifende und gemeinschaftliche Wohnformen entstehen. Die Landesregierung unterstützt diese bereits intensiv und führt ab 2017 ergänzend eine neue Anschubförderung ein. Bis zu 10.000 Euro können pro Projekt beantragt werden“, so die Ministerin weiter. Eine Beratung sowie die entsprechenden Bewerbungsunterlagen bietet die Landesberatungsstelle „Neues Wohnen“ Rheinland-Pfalz an.

Der Fachtag wurde von einer Ausstellung von Architektur-Studierenden der Hochschule Mainz / University of Applied Sciences begleitet. Diese präsentierten ihre Ideen zum barrierefreien und generationengerechten Bauen und Wohnen. „Studentinnen und Studenten der Architektur sind die Planungsverantwortlichen von morgen. Deshalb ist es uns wichtig zu vermitteln, dass Barrierefreiheit für alle Generationen von Nutzen ist und bereits im Entwurfsstadium bedacht werden sollte“, unterstrich Ministerin Bätzing-Lichtenthäler. Professor Dr. Julius Niederwöhrmeier, der die Entstehung der Modelle in der Hochschule begleitete, sagte: „Barrierefreies Planen und Bauen ist integraler Bestandteil der Lehre an der Hochschule Mainz. Ziel ist es, die künftige Generation von Architektinnen und Architekten frühzeitig auf die Herausforderungen und Chancen einer alternden und sich immer stärker individualisierenden Gesellschaft vorzubereiten.“

Die Ausstellung ist ein Gemeinschaftsprojekt der Landesberatungsstelle Barrierefrei Bauen und Wohnen der Verbraucherzentrale, der Landesberatungsstelle Neues Wohnen der LZG und der Hochschule Mainz – Fachrichtung Architektur. Gefördert wird das Projekt durch das rheinland-pfälzische Demografieministerium.

In den anschließenden Vorträgen, Best Practice-Workshops und einer Podiumsdiskussion stand das Miteinander im Quartier im Fokus. Vertreterinnen und Vertreter von Wissenschaft, Wohnungswirtschaft, Pflegewirtschaft und Kommunen stellten Konzepte und gelungene Beispiele vor, wie das sogenannte Bielefelder Modell.

„Neue Wohnformen, die auf nachbarschaftliches Zusammenleben und gegenseitige Unterstützung bauen, haben einen entscheidenden Einfluss auf die Lebensqualität und leisten damit auch einen Beitrag zur Gesundheitsförderung“, sagte Dr. Matthias Krell, Geschäftsführer der LZG. Die LZG setze sich daher mit ihrer Landesberatungsstelle Neues Wohnen Rheinland-Pfalz für generationenübergreifende und gemeinschaftliche Formen des Zusammenlebens ein, so Krell.
Eine Nachlese zum Fachtag, zur Ausstellung und Informationen zur neuen Anschubförderung für innovative Wohnprojekte finden sie auf den Seiten der Landesberatungsstelle Neues Wohnen: www.neues-wohnen.lzg-rlp.de

Quelle: msagd.rlp.de