Astrid Schramm: Bessere Betreuung demenzkranker Krankenhaus-Patienten erfordert mehr Pflegepersonal

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(BPP) Die Linksfraktion im Saarländischen Landtag fordert neben besseren Qualifizierungsmaßnahmen für Ärzte und Pflegekräfte auch mehr Pflegepersonal in den Krankenhäusern, um die nötige Betreuung von Demenzkranken zu gewährleisten. Denn inzwischen ist jeder zweite Krankenhauspatient älter als 60 Jahre, jeder achte ist an Demenz erkrankt. In den nächsten Jahren wird die Zahl der Demenzkranken noch einmal deutlich steigen. Darauf sind die meisten Krankenhäuser aber noch zu wenig eingestellt. Die gesundheitspolitische Sprecherin der Linksfraktion, Astrid Schramm, erklärt: „Menschen, die an Demenz erkrankt sind, fühlen sich an einem fremden Ort wie einem Krankenhaus besonders unsicher, viele wissen nicht, warum sie überhaupt hier sind und was mit ihnen passiert. Auf die Ängste und Probleme dieser Menschen muss man eingehen. Es ist gut, wenn die Landesregierung hier nun endlich handeln will und entsprechende Qualifizierungsmaßnahmen für die Krankenhaus-Beschäftigten anbietet. Das allein wird aber wenig helfen, solange es insgesamt zu wenig Pflegepersonal in den Kliniken gibt. Die Überlastung der Schwestern und Pfleger verhindert auch eine angemessene Betreuung von demenzkranken Patienten.“  So habe der „Nachtdienst-Check“ der Gewerkschaft ver.di etwa ergeben, dass bundesweit in mehr als der Hälfte aller Krankenhäuser eine einzige Pflegekraft im Nachtdienst 25 Patienten alleine versorgen muss, im schlechtesten Fall sogar 34. „Hier hilft auch die beste Schulung nichts. Hier hilft nur mehr Personal und eine gesetzliche Mindest-Personalbemessung, um eine angemessene Betreuung aller Patienten sicherzustellen“, so Schramm abschließend.

Martin Sommer
Stellvertretender Pressesprecher
Fraktion DIE LINKE im Landtag des Saarlandes
Franz-Josef-Röder-Str. 7
66119 Saarbrücken
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