Holger Zastrow: “Ministerpräsidenten fehlt der Mut zu echter Reform des öffentlich-rechtlichen Rundfunks – Investitionen in Programmqualität statt -quantität überfällig”

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Holger Zastrow: “Ministerpräsidenten fehlt der Mut zu echter Reform des öffentlich-rechtlichen Rundfunks – Investitionen in Programmqualität statt -quantität überfällig” Holger Zastrow - fdp-sachsen.de - FDP-Sachsen
(BPP) Bei der heute in Berlin stattfindenden Ministerpräsidentenkonferenz wird auch über die Reform von Aufgabe und Struktur des öffentlich-rechtlichen Rundfunks diskutiert. Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer sprach sich für eine Beitragsstabilität bei den Rundfunkbeiträgen aus. Dazu erklärt FDP-Landesvorsitzender und Spitzenkandidat zur Landtagswahl Holger Zastrow:

“Eine Reform des öffentlich-rechtlichen Rundfunks ist überfällig, weitere Beitragserhöhungen sind undenkbar. Die Sendeanstalten müssen sich auf ihren Kernauftrag konzentrieren, anstatt immer neue Programme und Formate zu kreieren und Nischen zu besetzen. Solange sie das nicht tun und sich zudem teure Berichterstattungen aus dem englischen Königshaus oder Doppelpräsenzen von ARD und ZDF bei Olympischen Spielen und anderen Sportgroßereignissen leisten können, kann kein Geldmangel vorherrschen. Deshalb reicht es auch nicht aus, dass die sächsische Staatsregierung nur eine Beitragsstabilität für den öffentlich-rechtlichen Rundfunk einfordert. Wir brauchen Reformen und eine deutliche Konzentration des Programmangebotes und Investitionen in die Programmqualität, statt in die Programmquantität. Der öffentlich-rechtliche Rundfunk hat mit seiner üppigen und gesetzlich garantierten Finanzausstattung nur dann eine Berechtigung, wenn er sich mit erstklassigen Nachrichten und Recherchen, Meinungs- und Themenvielfalt sowie Genauigkeit und Differenziertheit von anderen Mitbewerbern und vor allem dem Angebot im Netz unterscheidet und nicht der Versuchung erliegt, die Zuschauer oberflächlich oder einseitig zu informieren, zu agitieren und zu missionieren. Letzteres ist jedoch in etlichen öffentlich-rechtlichen Formaten auf dem Vormarsch und sorgt für Vertrauens- und letztlich Zuschauerverlust. Entsprechend sind Überlegungen wie die Schaffung eines ‘Framing-Manuals’ in der ARD kontraproduktiv. Es ist bedauerlich, dass der Ministerpräsident dazu keine deutlichen Worte gefunden hat.”

Quelle: Landesgeschäftsführer FDP Sachsen

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