Die Bitcoin-Halbierung von Mai 2020

Die Bitcoin-Halbierung von Mai 2020

Die nächste Bitcoin-Halbierung fand am 11. Mai 2020 statt. Wenn die Blockbelohnung wieder halbiert wird, werden nicht nur die Miner genau hinsehen. Selbst Finanzexperten sind skeptisch, was mit dem Bitcoin-Kurs passieren wird.

Keine Einigkeit unter Experten ob es zu einer Preisexplosion kommen wird

Der Bitcoin Blockchain gibt an, dass einem Intervall von 210.000 Blöcken eine Bitcoin-Halbierung stattfinden wird. Die ersten Bitcoin Halbierungen fanden 2012 und 2016 statt, nach der Einführung von Bitcoin im Jahr 2008. Die letzte Halbierung hat am 11. Mai stattgefunden. Die letzten beiden Halbierungen haben zu einem enormen Preisanstieg geführt. Diesmal sind sich die Experten jedoch überhaupt nicht einig, ob es zu einer Preisexplosion kommen wird oder ob der erwartete Anstieg bereits im aktuellen hohen Preis berücksichtigt ist. In jedem Fall wartet die gesamte Finanzwelt auf nichts anderes als auf Bitcoin-Diagramme, damit sie sich ein Bild von der Situation machen kann, die auch hiflreich sein werden um Zukunftsprognosen zu erstellen.

Die Erfindung des Bitcoins

Satoshi Nakamoto hat vor zirka zwölf Jahren die Bitcoin-Blockchain erfunden und er legte  die maximale Anzahl verwendbarer Bitcoins auf 21 Millionen fest. Damals wurden jedoch nicht alle diese Bitcoins im selben Moment auf den Markt gebracht: Die Benutzer des Bitcoin-Netzwerks müssen sich aktiv an der Gewinnung der verschlüsselten Währung beteiligen, um die verschlüsselte Währung zu erhalten – es sei denn, sie wollen die Münzen einfach nur kaufen. Sie arbeiten im Mining mit sehr hohem Rechenaufwand. Die Belohnung für die Anstrengungen, die die Miner unternehmen müssen, um einen neuen Block fertigzustellen, ist der Lohn für die Arbeit, die sie leisten müssen. Dies sind im Wesentlichen die Bitcoins, die sie im Mining gefunden haben.

Nach Ansicht vieler Miner ist die Aussicht, neue Bitcoins zu finden, eine einträgliche Einnahmequelle, auch wenn sie und ihre PCs dafür hart arbeiten müssen. Die Schwierigkeiten, neue Münzen zu finden, nehmen daher ständig zu. Nakamoto hat dies bei der Erstellung der Bitcoins mit einer zusätzlichen Funktion umgesetzt, sonst wären alle Bitcoins verfügbar gewesen und nach sehr kurzer Zeit „verbraucht“ worden. Die Halbierung der Bitcoins garantiert die Halbierung der Belohnung für die Blöcke nach jeweils 210.000 entnommenen Bitcoin-Blöcken. Ursprünglich umfasste die Belohnung 50 BTC – kurz für Bitcoins.

Welche Generation mit Bitcoins handelt

Bitcoin war unter Gen X- und Millennial-Händlern am beliebtesten, welche komplett im Gegensatz zur Annahme steht, dass Bitcoin unter jüngeren Händlern1 am beliebtesten ist. Die Vermutung, dass es sich bei Bitcoins um eine Einnahmequelle handelte, die nur unter den ganz Jungen populär ist, ist also falsch. Immer mehr Händler der Generation Z im Alter von 18 bis 21 Jahren zeigen ein höheres Interesse an Gold als jede andere Altersgruppe: fast 50 % der erfolgreichen Trades wurden auf Gold platziert. Bitcoins sind also nicht die unangefochtene Nummer 1 bei jungen Händlern.

Wozu man eine Bitcoin-Halbierung braucht

Schätzungen zufolge würden ohne die Halbierung der Bitcoins alle Millionen von Bitcoins in sehr kurzer Zeit verbraucht werden. Aber das ist nicht einer der Hautgründe, ihn zu halbieren. Weil Nakamoto die Bitcoins auch entworfen hat, um eine dezentralisierte und digitale Währung zu erfinden, die von Institutionen und Regierungen unabhängig ist. Gleichzeitig wollte er aber auch ein sichereres und stabileres Konstrukt als klassische Währungen. Unser gegenwärtiges Währungssystem besteht aus Währungen, die kein wirkliches Gegenstück haben – die so genannten Fiat-Währungen. Sie sind völlig vom wirklich Guten abgekoppelt. In der klassischen Geldpolitik kann die Wirtschaft durch die Kontrolle von Angebot und Nachfrage nach Geld beeinflusst werden. Mit zunehmender Geldmenge wird der Konsum und damit die Wirtschaftsleistung des Landes in Krisenzeiten wachsen. Die Kehrseite der Medaille? Die Geldmenge reagiert sehr empfindlich auf Inflation.